Zwischenbericht: Betonschwellen Ursache für Zugunglück

Ein Jahr nach Zugunglück in OberbayernBergungsarbeiten im Juni 2022. © Sven Hoppe/dpa

Beschädigte Betonschwellen waren nach derzeitigem Ermittlungsstand die Hauptursache für das tödliche Zugunglück von Garmisch-Partenkirchen vor einem Jahr. Zu diesem Ergebnis kommt ein Zwischenbericht der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung, der am Donnerstag veröffentlicht wurde. Bei der Entgleisung eines Regionalzugs nach München am 3. Juni waren fünf Menschen gestorben, 78 wurden verletzt, 16 von ihnen schwer.

Konkurrent für Trump: Ex-Vertrauter Christie will selbst ins Weiße Haus

Chris Christie will sich bei den Vorwahlen der Republikaner zur Präsidentschaftswahl bewerben. Er ist einer der schärfsten Kritiker von Donald Trump.

Washington – Donald Trump muss im Rennen ums Weiße Haus gegen einen neuen Konkurrenten antreten. Chris Christie, ehemaliger Gouverneur des US-Bundesstaats New Jersey, will mehreren US-Medienberichten zufolge kommende Woche seine Bewerbung für die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner öffentlich machen. Dabei ist der 60-Jährige besonders für Trump kein Unbekannter – und vor allem kein Freund.

Kampf ums Weiße Haus: Ehemaliger Gouverneur Chris Christie will gegen Trump antreten

Christie war bereits bei den Vorwahlen zur Präsidentschaftswahl 2016 angetreten, zog seine Kandidatur nach schlechten Ergebnissen bei der aber zurück. Damals schloss er sich dem späteren Vorwahlsieger Trump an und leitete nach dessen Sieg im November 2016 vorübergehend das Übergangsteam, das den Machtwechsel vorbereiten sollte. Christie unterstützte Trump, der nun wegen Tonbandaufnahmen zu seinem Umgang mit Geheimdokumenten im Fokus steht, weiterhin, vorübergehend war er auch für ein Ministeramt im Gespräch. Dazu sollte es schlussendlich aber nie kommen. Bis heute wird vermutet, dass ein Grund dafür die „Brigdegate“-Affäre ist, die Christie aus seinen Zeiten als Gouverneur nachhängt.

Der ehemalige Gouverneur von New Jersey, Chris Christie.Der ehemalige Gouverneur von New Jersey, Chris Christie, will Berichten zufolge ins Rennen ums das Weiße Haus einsteigen. © Charles Krupa/AP

Aus einem ehemaligen Vertrauten Trumps entstand einer seiner schärfsten Kritiker. Nach jahrelanger Unterstützung distanzierte sich Christie ab 2019 enttäuscht immer mehr von Trump, nachdem er sich der Washington Post zufolge mit keiner von Trumps angebotenen Positionen zufrieden gezeigt hatte, sowie über mangelten Kontakt mit seinem damaligen Freund klagte. Die Feindseligkeit spitzte sich über die Jahre zu. Erst kürzlich bezeichnete er den Ex-Präsidenten wegen dessen Haltung zum Ukraine-Krieg als „Feigling“ und „Marionette“ des russischen Präsidenten Wladimir Putin.

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Donald Trumps Ex-Vertrauter Christie will neuer US-Präsident werden – Hat er eine Chance?

„Christie hat, vielleicht mehr als jeder andere republikanische Politiker, eine Beziehung zu Trump, die viele Facetten hat“, schrieb die Washington Post im Mai über den 60-Jährigen, der nun im Vorwahlkampf der Republikaner zum direkten Rivalen des Ex-Präsidenten wird. Trump hatte bereits vergangenen November verkündet, bei den Präsidentenwahlen 2024 noch einmal antreten zu wollen.

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Das Bewerberfeld der Republikaner ist mittlerweile deutlich gewachsen. Der vermutlich gefährlichste innerparteiliche Trump-Rivale ist vermutlich Floridas Gouverneur Ron DeSantis, der seine Bewerbung vergangene Woche offiziell machte. Auch die ehemalige UN-Botschafterin Nikki Haley, der afroamerikanische Senator Tim Scott und der frühere Gouverneur des Südstaates Arkansas, Asa Hutchinson, wollen in der Vorwahl antreten. Selbst Trumps früherer Vizepräsident Mike Pence erwägt inzwischen eine Kandidatur. Unter allen Bewerbern liegt Trump in parteiinternen Umfragen weit vorne. (nz/dpa/afp)

Geheime Tonbandaufnahmen beweisen: Trump wusste, was er tat

Neue Details zur Affäre rund um Geheimdienstunterlagen im Besitz von Donald Trump werden bekannt. Tonbandaufnahmen beweisen, dass Trump genau wusste, was er tat.

New Jersey – Im Dunstkreis von Donald Trump scheint es Usus zu sein, seine Gesprächspartnerinnen und -partner abzuhören. Nun sind neue Tonbandaufnahmen aufgetaucht, auf denen der US-Präsident offen zugibt, im Besitz von Dokumenten zu sein, die das US-Verteidigungsministerium als geheim eingestuft hat. Das berichtete in den USA exklusiv der Nachrichtensender CNN. Andere US-Medien bestätigten aus eigenen Quellen Existenz und Inhalt der Tonbandaufnahmen.

Doch die Aufnahmen beweisen noch mehr: Donald Trump wusste, dass er die vom Pentagon als geheim eingestuften Dokumente gar nicht hätte besitzen dürfen. Vielmehr sei er sich im Klaren darüber gewesen, dass er die Dokumente nach dem Verlassen des Weißen Hauses hätte abgeben müssen. Das wiederum könnte Trumps Argumentation untergraben, er habe jegliches Material, das nach dem Ausscheiden aus dem Amt bei ihm gefunden worden sei, zuvor freigegeben – also die Geheimhaltung der Unterlagen aufgehoben.

Donald Trump in seinem Golfclub in New Jersey, wo er den Besitz von Geheimdokumenten ganz offen zugegeben haben soll. (Archivbild)Donald Trump in seinem Golfclub in New Jersey, wo er den Besitz von Geheimdokumenten ganz offen zugegeben haben soll. (Archivbild) © Alex Brandon/dpa

Details zu den Tonbandaufnahmen von Donald Trump

Die Aufnahmen Trumps stammen laut CNN aus dem Sommer 2021, also nach Trumps Zeit im Weißen Haus und nach der Amtsübernahme durch Joe Biden. Sowohl der Nachrichtensender als auch die Zeitung New York Times berichten, die Aufnahmen seien bei einem Treffen von Trump mit mehreren Personen entstanden. Das Treffen soll in Trumps Golfclub „Bedminster“ in New Jersey stattgefunden haben. Zusammengekommen sei man, um Trumps ehemaligen Stabschef Mark Meadows beim Schreiben seiner Memoiren zu helfen.

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Trump soll auf den Aufnahmen zu hören sein, wie er sagt, er würde ein Dokument gerne weitergeben, er wisse aber, dass er das als ehemaliger Präsident nicht könne. Bei dem Dokument soll es sich um ein Schreiben handeln, dass einen möglichen Angriff der USA auf den Iran skizziert. Rund zwei Minuten soll Trump mit den Anwesenden über den Iran gesprochen haben.

FBI durchsucht Donald Trumps Anwesen in Florida

Im August 2022 hatte das FBI Donald Trumps Wohnsitz, den Golfclub Mar-a-Lago im US-Bundesstaat Florida, durchsucht. Dabei hatten die Ermittler zahlreiche Verschlusssachen beschlagnahmt, einige mit höchster Geheimhaltungsstufe. Trump, der sich aktuell um die Nominierung der Republikaner für die US-Wahl 2024 bewirbt, könnte sich dadurch strafbar gemacht haben. Ein Sonderermittler des US-Justizministerium untersucht die Vorwürfe. Trump selbst bezeichnet sie als politisch motivierte Hexenjagd. (mit dpa)

++ Ukraine-Krieg: Raketenangriff auf Kiew – Tote und Verletzte

Wieder kommt es zu schweren Luftangriffen auf Kiew. Aus der Region Belgorod werden Angriffe ukrainischer Streitkräfte gemeldet. Es gibt Tote – darunter ein Kind. News-Ticker zum Ukraine-Krieg.

  • Nächtliche Raktenangriffe auf Kiew: Mindestens drei Menschen streben
  • Schwere Verluste für Russland: Ukraine veröffentlicht aktuelle Zahlen
  • Reaktion auf Moskau: Baerbock-Ministerium schließt vier russische Konsulate
  • Hier lesen Sie aktuelle Entwicklungen im Ukraine-Konflikt. Die verarbeiteten Informationen insbesondere zu Verlusten der beteiligten Armeen im Ukraine-Krieg stammen teils von den Kriegsparteien aus Russland oder der Ukraine. Sie lassen sich teilweise nicht unabhängig überprüfen.

Update vom 1. Juni, 10.30 Uhr: Der ukrainische Generalstab hat aktuelle Zahlen zu den russischen Verlusten im Ukraine-Krieg veröffentlicht. Demnach soll Russland seit Beginn der Invasion mehr als 208.000 Soldaten verloren haben. Alleine in den Gefechten in den vergangenen 24 Stunden seien rund 460 russische Soldaten getötet oder verletzt worden. Tatsächliche Zahlen über Truppenstärken oder Verluste werden von den Kriegsparteien nicht veröffentlicht. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben nicht. Die Daten im Überblick:

  • Soldaten: 208.370 (+460)
  • Panzer: 3804 (+2)
  • Gepanzerte Kampffahrzeuge: 7478 (+6)
  • Artilleriesysteme: 3474 (+14)
  • Multiraketenwerfer: 575 (0)
  • Unbemannte Flugkörper / Drohnen: 3131 (+7)
  • Fahrzeuge und Treibstofftanks: 6239 (+9)
  • Quelle: Generalstab der Ukraine auf Facebook vom 1. Juni 2023

Ukraine-Krieg: Wieder Luftalarm in Kiew

Update vom 1. Juni, 9.40 Uhr: In mehreren Regionen der Ukraine, darunter auch in Kiew, wurde ein weiterer Luftalarm ausgerufen. Das ukrainische Verteidigungsministerium hat zum nächtlichen Angriff auf die Hauptstadt eine Erklärung auf Telegram abgegeben:

„Gestern Abend haben die Russen Kiew mit sieben ballistischen Iskander-M-Raketen und drei Iskander-K-Marschflugkörpern angegriffen. Alle Raketen wurden abgeschossen. Leider schlugen Splitter der zerstörten Raketen in ein Wohnhaus und ein Kinderkrankenhaus ein. Drei Zivilisten, darunter ein Kind, wurden getötet und zehn Personen verletzt.“

Region Belgorod erneut unter Beschuss

Update vom 1. Juni, 7.55 Uhr: In der westrussischen Region Belgorod an der Grenze zur Ukraine sind nach Angaben der Behörden in der Nacht zum Donnerstag (1. Juni) mindestens fünf Menschen durch intensiven Beschuss verletzt worden. Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow berichtete, dass sich die Kleinstadt Schebekino unter „nicht endendem Feuer“ der ukrainischen Streitkräfte befinde. Sowohl das Zentrum als auch Randbezirke seien seit Mitternacht mit „Grad“-Mehrfachraketenwerfern aus sowjetischer Produktion beschossen worden.

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Von ukrainischer Seite gab es dafür zunächst keine Bestätigung. Die Angaben aus dem Kriegsgebiet lassen sich von unabhängiger Seite in vielen Fällen kaum überprüfen.

Raketen starten in der Morgendämmerung aus der russischen Region Belgorod gegen die Ukraine, fotografiert von Charkiw, Ukraine, aus. (Archivbild) © Vadim Belikov/dpa

Ukraine-Krieg: Tote nach Angriffen auf Kiew

Update vom 1. Juni, 4.30 Uhr: Bei einem nächtlichen Luftangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind nach Behördenangaben drei Menschen getötet worden. Unter den Todesopfern des Angriffs auf den Stadtteil Denjansky seien zwei Kinder, erklärte die Militärverwaltung von Kiew in der Nacht zum Donnerstag im Onlinedienst Telegram. Vier weitere Menschen wurden demnach verletzt.

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Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko sprach ebenfalls von drei Toten und vier Verletzten bei dem Angriff. Erst am Wochenende waren bei russischen Drohnenangriffen auf Kiew zwei Menschen getötet worden.

Ukraine-Krieg: USA sichern Ukraine weitere Hilfen zu

Update vom 31. Mai, 21.24 Uhr: Die USA sagen der Ukraine neue Militärhilfen im Wert von 300 Millionen Dollar (280 Millionen Euro) zu. Das Rüstungspaket umfasst unter anderem Munition für das Patriot-Luftabwehrsystem, Luftabwehrraketen vom Typ AIM-7 und Luftabwehrsysteme vom Typ Avenger. Geliefert werden sollen laut US-Verteidigungsministerium auch Munition für Mehrfachraketenwerfer vom Typ Himars, Munition für Artilleriegeschütze und Panzer sowie 30 Millionen Schuss Munition für kleinere Schusswaffen.

Update vom 31. Mai, 19.16 Uhr: Das Außenministerium in Moskau wertet die Entscheidung der Bundesregierung, vier russischen Konsulaten in Deutschland die Genehmigung zu entziehen, als „unfreundlichen Akt“. Die „unbedachte und provokante Maßnahme“ werde nicht ohne Folgen bleiben, kündigt das Außenministerium an.

Update vom 31. Mai, 16.42 Uhr: Ukrainische Kräfte haben nach Angaben des russischen Regionalgouverneurs erneut Ziele in Belgorod angegriffen. Zwei Ortschaften im Grenzgebiet seien mit Artillerie beschossen worden, teilt Wjatscheslaw Gladkow auf Telegram mit. Berichte über Opfer liegen nicht vor.

Reaktion auf Moskau: Baerbock-Ministerium schließt vier russische Konsulate

Update vom 31. Mai, 13.37 Uhr: Die Bundesregierung entzieht vier von fünf russischen Generalkonsulaten in Deutschland die Lizenz. Man reagiere damit auf die Entscheidung der Regierung in Moskau, die Zahl deutscher Offizieller in Russland auf 350 zu begrenzen, teilte ein Sprecher des Auswärtigen Amts am Mittwoch (31. Mai 2023) mit. Die russische Regierung sei „einen Schritt der Eskalation gegangen“. „Und diese ungerechtfertigte Entscheidung zwingt die Bundesregierung zu einem sehr erheblichen Einschnitt in allen Bereichen ihrer Präsenz in Russland“, sagte der Sprecher. Die Reaktion auf das russische Vorgehen sei in der Bundesregierung eng abgesprochen worden, sagte Regierungssprecher Steffen Hebestreit.

Russland zerstört angeblich „letztes Kriegsschiff“ der Ukraine

Update vom 30. Mai, 12.30 Uhr: Die russische Armee hat nach eigenen Angaben das letzte große Kriegsschiff der ukrainischen Seestreitkräfte zerstört. Es sei am Montag (29. Mai) bei einem „Hochpräzisionsschlag“ der russischen Luftwaffe auf einen Anlegeplatz im Hafen von Odessa im Süden der Ukraine zerstört worden, teilte die russische Armee am Mittwoch (31. Mai) mit.

Den Angaben zufolge handelt es sich bei dem Schiff um die „Juri Olefirenko“. Moskau bezeichnete es als das „letzte Kriegsschiff der ukrainischen Marine“.

Medwedew erklärt britische Offizielle zu „militärischen Zielen“

Update vom 30. Mai, 12.10 Uhr: Der als Hardliner bekannte ehemalige russische Präsident Dmitri Medwedew hat Vertreter der britischen Regierung zu legitimen Zielen im Angriffskrieg gegen die Ukraine erklärt.

Großbritannien unterstütze die Ukraine militärisch mit Ausrüstung und Spezialisten und führe so einen „unerklärten Krieg“ gegen Russland, schrieb der heutige Vizechef des nationalen Sicherheitsrates am Mittwoch bei Twitter. „Da das der Fall ist, können alle seine öffentlichen Vertreter (sowohl militärische als auch zivile, die den Krieg unterstützen) als legitime militärische Ziele betrachtet werden.“

Ukraine-News: Abkommen zum Schutz von AKW Saporischschja vorgelegt

Update vom 30. Mai, 11.40 Uhr: Der Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO), Rafael Grossi, hat auf der Sitzung des UN-Sicherheitsrats am 30. Mai ein aktualisiertes Abkommen zum Schutz des besetzten Kernkraftwerks Saporischschja vorgelegt. Dies berichtet kyivindependent.com.

Demnach enthält das Abkommen fünf Grundsätze, die dazu beitragen sollen, einen nuklearen Unfall in dem vor über einem Jahr von russischen Truppen besetzten Kraftwerk zu verhindern. Grossi sagte, er habe diese Grundsätze in Konsultationen mit der Ukraine und Russland ausgearbeitet und beide Seiten aufgefordert, sich daran zu halten. Den Grundsätzen zufolge dürfen von der Anlage aus oder gegen sie keine Angriffe verübt werden, insbesondere nicht gegen das Lager für abgebrannte Brennelemente, andere kritische Infrastrukturen oder das Personal.

Ukraine-Krieg: Russland gibt Initiative im Krieg ab

Update vom 30. Mai, 10.30 Uhr: Russland hat seit Anfang Mai 2023 zunehmend die Initiative an der Front abgegeben. Das teilt das britische Verteidigungsministerium in einem neuen Geheimdienst-Update auf Twitter mit. Der Kreml reagiere nur noch auf die Aktionen der Ukraine, anstatt aktiv auf seine eigenen Kriegsziele hinzuarbeiten.

„Russland hat bei seinen Zielen, die verbesserte ukrainische Luftabwehr zu neutralisieren und die ukrainischen Gegenangriffskräfte zu zerstören, wenig Erfolg gehabt. Am Boden hat es Sicherheitskräfte verlegt, um auf Partisanenangriffe im Westen Russlands zu reagieren“, heißt es in dem Bericht.

Ukraine-Krieg: Ukrainischer Angriff auf die Region Luhansk

Update vom 31. Mai, 8.40 Uhr: Beim Beschuss eines Dorfes in der von Russland besetzten Region Luhansk sind fünf Menschen getötet und 19 verletzt worden. Dies teilte der Telegram-Kanal der dortigen russischen Behörden mit.

Demnach seien vier Raketen von einer Himars-Einheit der ukrainischen Armee abgefeuert worden, die das Dorf Karpaty getroffen hätten. Die Angaben wurden nicht unabhängig überprüft. Luhansk ist eine von vier Regionen der Ukraine, die die Russische Föderation zu annektieren beansprucht.

Nach Drohnenangriff: Feuer in Ölraffinerie Afipsky

Update vom 31. Mai, 7.15 Uhr: Feuer in russischer Raffinerie nahe der Krim: Einen Tag, nachdem Russland die Ukraine beschuldigt hat, Drohnen für Angriffe auf Gebäude in Moskau eingesetzt zu haben, erklärte der Gouverneur der russischen Region Krasnodar, dass eine Drohne die wahrscheinliche Ursache für einen Brand in der Ölraffinerie Afipsky ist.

Das Feuer wurde schnell gelöscht, und es gab keine Verletzten, so Veniamin Kondratyev. Die Afipsky-Raffinerie liegt nicht weit vom Schwarzmeerhafen Novorossiisk entfernt, in der Nähe einer anderen Raffinerie, die in diesem Monat bereits mehrmals angegriffen wurde.

Ukraine-Krieg: Moskau droht mit Vergeltung nach Drohnenangriffen

Update vom 31. Mai, 5.15 Uhr: Nach den Drohnenangriffen in Moskau hat Russland der Ukraine mit Vergeltungsschlägen gedroht. Neben Kremlchef Wladimir Putin, der Kiew Terror vorwarf und eine Reaktion ankündigte, schwor sein enger Vertrauter Ramsan Kadyrow Rache: Der Anführer der russischen Teilrepublik Tschetschenien im Nordkaukasus forderte die Verhängung des Kriegsrechts in Russland, um härter gegen die Ukraine vorzugehen. Die immer wieder von Russland angegriffene Ukraine hatte eine direkte Verantwortung für die Attacken gegen Moskau zurückgewiesen.

„Wir werden in der Zone der militärischen Spezialoperation bald zeigen, was Rache im ganzen Sinne des Wortes ist“, schrieb Kadyrow in seinem Blog im Nachrichtenkanal Telegram. Einmal mehr drohte er auch Westeuropa mit russischen Angriffen, Russland könne an die Türen zum Beispiel Deutschlands oder Polens klopfen, meinte er.

Ukraine-Krieg: USA spricht sich gegen Angriffe auf Russland aus

Update vom 31. Mai, 4.45 Uhr: Die US-Regierung hat nach den Drohnenangriffen auf Moskau bekräftigt, keine Angriffe innerhalb Russlands zu unterstützen. „Wir haben uns nicht nur öffentlich, sondern auch privat gegenüber den Ukrainern klar geäußert, aber wir wollen uns nicht auf Hypothesen einlassen“, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karine Jean-Pierre, am Dienstag in Washington. Man sammle derzeit Informationen, um herauszufinden, was genau passiert sei. Gleichzeitig machte sie deutlich: „Wir unterstützen keine Angriffe innerhalb Russlands. Punkt.“ Sie forderte Russland erneut dazu auf, den Krieg in der Ukraine zu beenden und verurteilte die „brutalen“ russischen Luftangriffe auf das Nachbarland.

Nach russischen Angaben waren in der Nacht auf Dienstag acht Kampfdrohnen im Anflug auf Moskau niedergegangen. Drei davon wurden demnach mit elektronischen Mitteln zum Absturz gebracht, fünf wurden abgeschossen. Woher die Drohnen kamen, blieb unklar. Der Kreml machte Kiew für die Drohnenangriffe verantwortlich. Die ukrainische Regierung wies das zurück.

Ukraine-Krieg: Russland attackiert Krankenhäuser

Update vom 30. Mai, 22.30 Uhr: Mehr als 1000 Mal sollen Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen in der Ukraine bereits von Russland angegriffen worden sein, seit der Angriffskrieg im Februar 2023 eskalierte. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) meldet dies laut Reuters in einer E-Mail am Dienstagabend. „Bei den 1004 von der WHO bestätigten Angriffen in den letzten 15 Monaten des ausgewachsenen Krieges kamen mindestens 101 Menschen ums Leben“, heißt es. Darunter seien Gesundheitspersonal und Patienten.

Großbritannien: Ukraine hat das Recht auf Selbstverteidigung auch innerhalb Russlands

Update vom 30. Mai, 19.21 Uhr: Anders als die USA sieht Großbritannien die Ukraine im Recht, auch Ziele innerhalb Russlands anzugreifen: Zum Zweck der Selbstverteidigung könne die Ukraine auch Ziele auf russischem Staatsgebiet angreifen. Das sagte der britischen Außenminister James Cleverly am Dienstag. „Legitime militärische Ziele außerhalb ihrer eigenen Grenze sind Teil des Selbstverteidigungsrechts der Ukraine“, so Cleverly.

Zu den auf Moskau niedergegangenen Drohnen wollte sich Cleverly jedoch nicht äußern. „Ich habe keine Details und ich werde nicht über das Wesen der Drohnenangriffe auf Moskau spekulieren“, sagte er.

Ukraine-Krieg: Selenskyj nennt Putins Ziel „Wiederherstellung der Sowjetunion“

Update vom 30. Mai, 16.30 Uhr: In einem Interview mit dem südkoreanischen Medium chosun äußerte sich Selenskyj zu Putins Zielen. „Die Wiederherstellung der Sowjetunion. Das ist sein Lebensziel“, so Selenskyj. Als seine dafür vorgesehenen Versuche fehlschlugen, „beschloss er, zum Aggressor zu werden“. Putin wolle nichts anderes, als sich der Ukraine mit Gewalt bemächtigen, die ukrainische Identität zerstören und das Ukrainertum durch Krieg vernichten. „Putins nächstes Ziel ist Belarus“, so Selenskyj.

Zudem appellierte Selenskyj an die südkoreanische Bevölkerung, die Ukraine zu unterstützen. Ihm zufolge können die Ukraine und Südkorea im Bereich der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie, im Bereich der Hochtechnologien und des Cyberspace sowie beim Wiederaufbau nach dem Krieg zusammenarbeiten.

Ukraine-Krieg: Russland greift Kommando-Zentralen an

Update vom 30. Mai, 14.53 Uhr: Russland hat nach eigenen Angaben gezielt Kommando-Zentralen angegriffen. Es seien Entscheidungszentren in der Ukraine angegriffen worden, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Interfax mit.

Ukraine-Krieg: Kiew weist Mitschuld an Drohnenangriff zurück und spottet

Update vom 30. Mai, 12.10 Uhr: Die Ukraine hat eine Beteiligung an dem Drohnenangriff auf Russlands Hauptstadt Moskau erneut zurückgewiesen und mit Spott reagiert. Mychajlo Podoljak, Berater von Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj, spottete, dass womöglich russische Drohnen zu ihren Absendern zurückgekehrt seien. „Ihr wisst, dass wir uns der Ära der Künstlichen Intelligenz nähern. Möglicherweise sind nicht alle Drohnen bereit, die Ukraine zu attackieren und sie wollen zu ihren Schöpfern zurückkehren und so fragen: Warum schickt Ihr uns gegen die Kinder der Ukraine? Auf Kiew?“, so Podoljak.

Ukraine-Krieg: Moskau macht Kiew für Drohnenangriffe verantwortlich

Update vom 30. Mai, 9.10 Uhr: Russland hat die Ukraine für die Drohnenangriffe auf Moskau verantwortlich gemacht – und von einem „Terrorakt“ gesprochen. „Heute Morgen hat das Kiewer Regime einen Terrorakt mit unbemannten Flugkörpern auf Objekte der Stadt Moskau verübt“, teilte das russische Verteidigungsministerium am Dienstag mit. Insgesamt seien acht Drohnen eingesetzt worden, die mittlerweile alle zerstört seien. Drei seien von ihrer ursprünglichen Flugbahn abgebracht worden, die restlichen fünf von der russischen Flugabwehr abgeschossen worden, hieß es weiter.

Beweise für die Anschuldigungen legte Moskau nicht vor. Aus der Ukraine, gegen die Russland seit mehr als 15 Monaten einen Angriffskrieg führt, gab es zunächst keine Reaktion.

Ukraine-Krieg: Moskau wird Ziel von Drohnenangriffen

Update vom 30. Mai, 7.25 Uhr: Die russische Hauptstadt Moskau ist Dienstagfrüh nach russischen Angaben zum Ziel eines Drohnenangriffs geworden. „Heute früh, in der Morgendämmerung, hat ein Drohnenangriff geringe Schäden an mehreren Gebäuden verursacht“, erklärte Bürgermeister Sergej Sobjanin im Onlinedienst Telegram. „Bisher ist niemand ernsthaft verletzt worden.“ Die Rettungsdienste der Stadt seien vor Ort. In den Onlinenetzwerken geteilte Fotos zeigen Rauchspuren am Himmel.

Ukraine-Krieg: „Massive“ Drohnenangriffe auf Kiew

Update vom 30. Mai, 5.30 Uhr: Bei einem „massiven“ russischen Drohnenangriff auf Kiew ist in der Nacht zum Dienstag mindestens ein Mensch getötet worden. Rettungskräfte hätten drei Verletzte und 20 weitere Menschen aus einem mehrstöckigen Gebäude im Süden der Hauptstadt geborgen, in dem durch herabfallende Trümmerteile ein Feuer ausgebrochen sei, teilte Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mit.

„Eine Person ist tot, drei wurden verletzt. Die beiden oberen Stockwerke wurden zerstört, es könnten Menschen unter den Trümmern sein“, erklärte Klitschko. Zuvor hatte er mitgeteilt, eine 27-jährige Frau in demselben Gebiet von Holosijiwskyj sei mit „leichten“ Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert worden. „Massiver Angriff! Bleibt drinnen!“, appellierte Klitschko. Bombenalarm ertönte in der Nacht in Kiew, in den zentralukrainischen Regionen Tscherkasy, Kirowohrad und Mykolajiw sowie in der südukrainischen Region Cherson. Nach zahlreichen nächtlichen Luftangriffen hatte Russland Kiew am Montag auch tagsüber mit Raketen angegriffen, woraufhin die Bewohner in die Schutzräume und die Metro flohen.

Ukrainischer Verteidigungsminister hofft auf deutsche Eurofighter

Der ukrainische Verteidigungsminister Olexij Resnikow sieht nach eigenen Worten die Möglichkeit für die Lieferung von Eurofightern aus Deutschland. „Wenn Großbritannien und Deutschland ihre Kapazitäten beim Eurofighter zusammenlegen würden, wäre das ein wichtiger Schritt“, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe und der französischen Zeitung „Ouest France“ (Dienstag). Es gebe bereits eine internationale Koalition aus Kampfpanzern mit dem Kernmodell des deutschen Leopard 2 sowie amerikanischen Abrams und britischen Challengern. Genauso könnte man eine Kampfjet-Koalition mit dem Kernmodell F-16 sowie Eurofightern und schwedischen Gripen-Jets bilden, erklärte Resnikow. Deutschland und Großbritannien hatten Mitte des Monats ausgeschlossen, auf absehbare Zeit Kampfjets an die Ukraine zu liefern. (mit Agenturmaterial)

++ Ukraine-News: Tote nach Raketenangriff auf Kiew – Baerbock-Ministerium schließt russische Konsulate

Erneut schwere Luftangriffe auf Kiew. Deutschland entzieht vier russischen Konsulaten Lizenz. Der News-Ticker zum Ukraine-Krieg.

  • Nächtliche Angriffe auf Kiew: Mindestens drei Tote, darunter Kinder
  • Baerbock kontert Putin: Deutschland schließt vier russische Konsulate
  • Zugunsten der Gegenoffensive: Drohnenangriff aus Moskau Teil einer Operation?
  • Alle Neuigkeiten aus dem Ukraine-Krieg in unserem News-Ticker. Die Informationen stammen teils von den Kriegsparteien aus Russland oder der Ukraine. Sie lassen sich oftmals nicht unabhängig überprüfen.

Update vom 1. Juni, 10.20 Uhr: Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin vor versuchter nuklearer Einschüchterung gewarnt und dabei auch Chinas Rolle hervorgehoben. „Das zynische Spiel des russischen Präsidenten ist es ja, mit immer neuen Horrorszenarien zu drohen“, sagte Barbock am Rande des informellen Nato-Außenministertreffens in Oslo.

Viele Staaten, einschließlich „China als Sicherheitsratsmitglied“ hätten jedoch „gegenüber Russland deutlich gemacht, dass man mit diesen Horrorszenarien nicht spielen darf“, sagte die Außenministerin.

Nicht nur die Nato-Mitglieder, sondern die gesamte Weltgemeinschaft hätten „in den letzten 450 Tagen“ seit Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine „deutlich gemacht, dass wir uns auf so ein zynisches Spiel nicht einlassen“, sagte Baerbock. Stattdessen stünde die Gemeinschaft zur regelbasierten internationalen Ordnung, „gerade im Hinblick auf das Verbot des Einsatzes von Nuklearwaffen“.

Ukraine-News: Polen schließt Grenze für LKW aus Belarus und Russland

Update vom 1. Juni, 9.45 Uhr: Polen hat die östliche EU-Außengrenze zu Belarus für Lastwagen aus dem Nachbarland und Russland geschlossen. Das von der Regierung in Warschau verkündete Verbot mit Wirkung vom 1. Juni trat in der Nacht zum Donnerstag in Kraft, wie die polnische Nachrichtenagentur PAP meldete. Es gilt für Lastwagen, Zugmaschinen und Gespanne mit Anhänger oder Sattelauflieger, die in einem der beiden Länder registriert sind. Russland führt – mit Unterstützung aus Belarus – seit mehr als 15 Monaten Krieg gegen die Ukraine. Polen gehört zu deren wichtigsten Unterstützern.

Nächtliche Angriffe auf Kiew: Mindestens drei Tote, darunter Kinder

Update vom 1. Juni, 6.30 Uhr: Bei einem russischen Raketenangriff auf Kiew sind nach ukrainischen Behördenangaben mindestens drei Menschen getötet worden, darunter zwei Kinder. „In den Stadtbezirken Dniprowski und Desnjanski gibt es jetzt laut den Ärzten 14 Verletzte, 9 mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden“, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko am Donnerstagmorgen auf seinem Telegram-Kanal mit.

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Nach Angaben der Militärverwaltung in Kiew wurde die Stadt gegen 3 Uhr Ortszeit (2 Uhr MESZ) mit bodengestützten Raketen angegriffen. Zwar seien sie von der Flugabwehr abgeschossen worden, doch die Trümmer hätten zu vielen Opfern und zahlreichen Schäden geführt.

Kiew wird erneut zum Ziel russischer Angriffe. (Archivbild 30. Mai) © Alex Babenko/dpa

Der ukrainische Generalstab teilte am Morgen auf Facebook mit, dass Russland den Angriff auf Kiew mit zehn Iskander-Raketen ausgeführt habe. Alle zehn Raketen seien durch die Flugabwehr zerstört worden. Die Iskander gilt als Kurzstreckenrakete. Laut Militärexperten kann ihre Reichweite aber auf weit mehr als die angegebenen 500 Kilometer gesteigert werden. Die Rakete kann mit konventionellen, aber auch Atomsprengköpfen bestückt werden.

USA sichern Ukraine weitere Hilfen zu

Update vom 31. Mai, 21.24 Uhr: Die USA sagen der Ukraine neue Militärhilfen im Wert von 300 Millionen Dollar (280 Millionen Euro) zu. Das Rüstungspaket umfasst unter anderem Munition für das Patriot-Luftabwehrsystem, Luftabwehrraketen vom Typ AIM-7 und Luftabwehrsysteme vom Typ Avenger. Geliefert werden sollen laut US-Verteidigungsministerium auch Munition für Mehrfachraketenwerfer vom Typ Himars, Munition für Artilleriegeschütze und Panzer sowie 30 Millionen Schuss Munition für kleinere Schusswaffen.

Update vom 31. Mai, 19.16 Uhr: Das Außenministerium in Moskau wertet die Entscheidung der Bundesregierung, vier russischen Konsulaten in Deutschland die Genehmigung zu entziehen, als unfreundlichen Akt. Die „unbedachte und provokante Maßnahme“ werde nicht ohne Folgen bleiben, kündigt das Außenministerium an.

Update vom 31. Mai, 16.42 Uhr: Ukrainische Kräfte haben nach Angaben des russischen Regionalgouverneurs erneut Ziele in Belgorod angegriffen. Zwei Ortschaften im Grenzgebiet seien mit Artillerie beschossen worden, teilt Wjatscheslaw Gladkow auf Telegram mit. Berichte über Opfer liegen nicht vor.

Baerbock kontert Putin: Deutschland schließt vier russische Konsulate

Update vom 31. Mai, 13.35 Uhr: Die Bundesregierung entzieht vier von fünf russischen Generalkonsulaten in Deutschland die Lizenz. Man reagiere damit auf die Entscheidung der Regierung in Moskau, die Zahl deutscher Offizieller in Russland auf 350 zu begrenzen, teilte ein Sprecher des Auswärtigen Amts am Mittwoch (31. Mai 2023) mit. Die russische Regierung sei „einen Schritt der Eskalation gegangen“. „Und diese ungerechtfertigte Entscheidung zwingt die Bundesregierung zu einem sehr erheblichen Einschnitt in allen Bereichen ihrer Präsenz in Russland“, sagte der Sprecher. Die Reaktion auf das russische Vorgehen sei in der Bundesregierung eng abgesprochen worden, sagte Regierungssprecher Steffen Hebestreit.

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Die Bundesregierung habe entschieden, die deutschen Generalkonsulate in Kaliningrad, Jekaterinburg und Nowosibirsk zu schließen und eine Minimalpräsenz der Kulturmittler – etwa an den deutschen Schulen und Goetheinstituten – aufrechterhalten. Vom Jahresende an dürfe Russland damit nur noch die Botschaft in Berlin und ein weiteres von bislang fünf Generalkonsulaten betreiben. Die Deutsche Botschaft Moskau und das Generalkonsulat in Sankt Petersburg würden aufrechterhalten.

„Für die russische Präsenz in Deutschland gilt unsere Entscheidung reziprok, um eine Ausgewogenheit der beiderseitigen Präsenzen sowohl personell als auch strukturell sicherzustellen. Darum haben wir entschieden, die Zustimmung zum Betrieb von vier der fünf in Deutschland betriebenen russischen Generalkonsulate zu entziehen“, sagte der Sprecher. Dem russischen Außenministerium sei dies mitgeteilt worden. Russland werde aufgefordert, die Abwicklung der vier Generalkonsulate in der Bundesrepublik Deutschland umgehend zu veranlassen und bis spätestens zum 31.12.2023 abzuschließen.

Die Bundesregierung hatte zuvor schon deutliche Kritik an der Entscheidung Moskaus geübt, eine Obergrenze für deutsche Staatsbedienstete in Russland einzuführen. Der neue russische Beschluss führt dazu, dass mehrere Hundert deutsche Staatsbedienstete wie Diplomaten, Lehrer und Beschäftigte der Goethe-Institute Russland verlassen müssen. Die Obergrenze tritt Anfang Juni in Kraft und trifft neben dem diplomatischen Dienst vor allem den Kultur- und Bildungsbereich.

Ukraine-News: Medwedew poltert nach Minister-Klartext

Update vom 31. Mai, 12.20 Uhr: Der ehemalige Präsident Russlands, Dmitri Medwedew, bezeichnete Vertreter der britischen Regierung als legitime Ziele im laufenden Konflikt zwischen Russland und der Ukraine. Medwedew schrieb am Mittwoch auf Twitter, dass Großbritannien die Ukraine militärisch unterstütze, indem es Ausrüstung und Fachleute zur Verfügung stelle. Dadurch führe das Land einen „unerklärten Krieg“ gegen Russland. „Da das der Fall ist, können alle seine öffentlichen Vertreter (sowohl militärische als auch zivile, die den Krieg unterstützen) als legitime militärische Ziele betrachtet werden.“

Bei seiner Wahl zum Präsidenten im Jahr 2008 wurde Medwedew als vergleichsweise liberaler Vertreter der russischen Politik betrachtet. Seit dem Beginn des russischen Konflikts mit der Ukraine hat er jedoch eine harte Position eingenommen und mehrfach mit dem Einsatz von Atomwaffen gedroht.

Zuvor hatte der britische Außenminister James Cleverly geäußert, die Ukraine habe das Recht, zum Zweck der Selbstverteidigung auch Ziele auf russischem Staatsgebiet anzugreifen. Dies hatte der konservative Politiker am Dienstag (30. Mai) bei einer Pressekonferenz mit seinem estnischen Amtskollegen Margus Tsahkna in Estlands Hauptstadt Tallinn gesagt. Auf diese Äußerungen nahm Medwedew direkten Bezug.

Ukraine-News: Mindestens fünf Tote nach Luftangriffen in Luhansk

Update vom 31. Mai, 8.50 Uhr: In der von Russland besetzten Region Luhansk in der Ukraine sind bei einem Luftangriff in der Nacht zum Mittwoch nach Angaben russischer Behörden mindestens fünf Menschen getötet und weitere 19 verletzt worden. „Die Bombardierung des Dorfes Karpaty durch bewaffnete ukrainische Gruppen“ mit fünf Todesopfern und 19 Verletzten sei nach vorläufigen Informationen mit einem US-Raketenwerfer des Typ Himars erfolgt, erklärten russische Sicherheitsbehörden in der Region Luhansk im Onlinedienst Telegram.

Die russischen Behörden gaben nicht an, ob es sich bei den Opfern um Zivilisten oder Armeeangehörige handelt.

Ukraine-News: Feuer in Ölraffinerie gelöscht

Update vom 31. Mai, 8.10 Uhr: Im südrussischen Gebiet Krasnodar ist nach einem Drohnenangriff das Feuer in einer Ölraffinerie nach Angaben der Behörden wieder gelöscht. Dies teilte Gouverneur Wenjamin Kondratjew am Mittwoch mit. Die Raffinerie von Afipski liegt rund 15 Kilometer südwestlich der Provinzhauptstadt Krasnodar. Über das Ausmaß der Schäden wurde zunächst nichts bekannt. Nach unbestätigten Medienberichten wurde in der Region in der Nacht auch eine zweite Raffinerie attackiert, ohne dass dort ein Feuer ausbrach.

Russland wirft der Ukraine einen Toten nach Angriff in Belgorod-Region vor

Update vom 20. Mai, 21.44 Uhr: Am Dienstag kam bei einem ukrainischen Angriff auf ein Vertriebenenzentrum in der Grenzregion Belgorod ein Mensch ums Leben, so russische Angaben. Zwei weitere Menschen seien am Dienstag durch den ukrainischen Artilleriebeschuss schwer verletzt worden, teilte der Gouverneur der Region, Wjatscheslaw Gladkow, im Onlinedienst Telegram mit.

Seinen Angaben zufolge befanden sich in der Einrichtung ältere Zivilisten und Kinder. Bei dem Toten handele es sich um einen Wachmann.

Großbritannien: Die Ukraine hat das Recht auf Selbstverteidigung auch bis nach Russland

Update vom 30. Mai, 19.21 Uhr: Anders als die USA sieht Großbritannien ein Recht bei der Ukraine, auch Ziele innerhalb Russlands anzugreifen: Zum Zweck der Selbstverteidigung könne die Ukraine auch Ziele auf russischem Staatsgebiet angreifen. Das sagte der britischen Außenminister James Cleverly am Dienstag. „Legitime militärische Ziele außerhalb ihrer eigenen Grenze sind Teil des Selbstverteidigungsrechts der Ukraine“, so Cleverly weiter.

Zu den auf Moskau niedergegangenen Drohnen wollte sich Cleverly jedoch nicht äußern. „Ich habe keine Details und ich werde nicht über das Wesen der Drohnenangriffe auf Moskau spekulieren“, sagte er.

Ukraine-Krieg: USA sprechen sich gegen Angriffe auf Russland auf

Update vom 30. Mai, 18.32 Uhr: „Grundsätzlich unterstützen wir keine Angriffe im Inneren Russlands“, sagte ein Sprecher von US-Außenminister Antony Blinken am Dienstag – damit sprechen sich die USA öffentlich gegen Angriffe innerhalb Russlands aus. „Wir konzentrieren uns darauf, der Ukraine die Ausrüstung und das Training zur Verfügung zu stellen, die sie braucht, um ihr eigenes souveränes Territorium zurückzuerobern.“

Zugleich betonte der Sprecher aber, Russland habe am Dienstag zum 17. Mal im Mai Luftangriffe gegen die ukrainische Hauptstadt Kiew ausgeführt. Russland habe den Krieg gegen die Ukraine begonnen und könne ihn „jederzeit beenden, indem es seine Truppen aus der Ukraine abzieht, anstatt jeden Tag brutale Angriffe gegen ukrainische Städte und Menschen zu starten“.

Ukraine-Krieg: Drohnenangriff auf Moskau offenbar Teil eines großen Plans?

Update vom 30. Mai, 14.20 Uhr: Die Drohnenangriffe auf Moskau sind offenbar Teil einer Operation, um Russland in die Irre führen. Das berichtet pravda.com und beruft sich auf einen Bericht der Financial Times. Demnach führt die Ukraine „Operationen“ durch, um die russischen Befehlshaber abzulenken und eine günstige Kulisse für eine Gegenoffensive zu schaffen. 

„Zuerst gab es einen mysteriösen Drohnenangriff auf den Kreml. Dann folgte eine „Invasion“, deren peinliche Folgen für Moskau dazu führen könnten, dass es Truppen an der Front in die Grenzregionen abzieht. Dann, Ende letzter Woche, startete die Ukraine einen Drohnenangriff auf ein russisches Spionageschiff im Schwarzen Meer. Am Dienstagmorgen griffen bis zu zwei Dutzend Drohnen Moskau aus der Luft an“, heißt es in dem Bericht. Die Operationen seien Teil der üblichen militärischen Praxis. Ihr Ziel sei es, so Verteidigungsbeamte und Analysten, den Feind zu täuschen, sich in seine Denkweise einzumischen und das Schlachtfeld vor einer großen Offensive anderweitig „zu gestalten“.

Ukraine-Krieg: Putin-Sprecher macht Kiew für Drohnen-Angriff verantwortlich – „völlig klar“

Update vom 30. Mai, 12.30 Uhr:  Russland hat die Drohnenattacken auf die Hauptstadt Moskau als Antwort der Ukraine auf russische Angriffe gegen die ukrainische Führung bezeichnet. „Es ist völlig klar, dass es sich um Antworten des Kiewer Regimes auf unsere ziemlich effektiven Schläge gegen eins der Entscheidungszentren handelt“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Dienstag (30. Mai) der Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Er bezog sich auf einen Angriff des russischen Militärs am Sonntag, ohne aber genauere Angaben zu machen.

Das russische Verteidigungsministerium hatte weder am Sonntag noch am Montag die Zerstörung hochrangiger Kommandostrukturen in Kiew vermeldet. In der Ukraine wurden an diesen beiden Tagen allerdings zahlreiche Drohnen- und Raketenangriffe auf zivile Objekte registriert.

Peskow rechtfertigte einmal mehr die Fortsetzung des Angriffskriegs gegen die Ukraine, den er weiterhin nur „militärische Spezialoperation“ nannte. Präsident Wladimir Putin sei über die Drohnenattacken seit dem Morgen in Echtzeit informiert worden. Bei dem Angriff wurden mehrere Wohnhäuser in der russischen Hauptstadt beschädigt.

Ukraine-News: Kiew reagiert mit Spott auf Vorwürfe

Update vom 30. Mai, 11.35 Uhr: Die Ukraine hat eine Beteiligung an dem Drohnenangriff auf Russlands Hauptstadt Moskau zurückgewiesen und mit Spott reagiert. „Natürlich sind wir nicht direkt daran beteiligt“, sagte der Berater des Präsidentenbüros in Kiew, Mychajlo Podoljak, am Dienstag (30. Mai) im Frühstücksradio des kremlkritischen russischen Journalisten Alexander Pljuschtschew. Er spottete, dass womöglich russische Drohnen zu ihren Absendern zurückgekehrt seien.

„Ihr wisst, dass wir uns der Ära der Künstlichen Intelligenz nähern. Möglicherweise sind nicht alle Drohnen bereit, die Ukraine zu attackieren und sie wollen zu ihren Schöpfern zurückkehren und so fragen: Warum schickt Ihr uns gegen die Kinder der Ukraine? Auf Kiew? Und so weiter“, sagte Podoljak.

Zugleich prognostizierte der ukrainische Regierungsberater, dass die Zahl der Anschläge auf russischem Staatsgebiet wohl weiter zunehmen werde. „Alle Menschen, die glauben (…), dass sie einen anderen souveränen Staat absolut straflos zerstören können, haben nach 15 Monaten noch nicht verstanden, dass sie 2014 nicht wiederholen können.“ 

Moskau wirft Kiew „terroristischen Angriff“ vor

Update vom 30. Mai, 9.10 Uhr: Russland hat der Ukraine einen „terroristischen Angriff“ auf die Hauptstadt Moskau vorgeworfen. „Acht Drohnen wurden bei dem Angriff genutzt“, erklärte das Verteidigungsministerium in Moskau am Dienstag. „Alle Drohnen des Feindes wurden abgeschossen.“

„Heute früh, in der Morgendämmerung, hat ein Drohnenangriff geringe Schäden an mehreren Gebäuden verursacht“, erklärte seinerseits Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin im Onlinedienst Telegram. „Bisher ist niemand ernsthaft verletzt worden.“ Die Rettungsdienste der Stadt seien vor Ort. Der Gouverneur der Region Moskau, Andrej Worobjow, forderte die Anwohner dazu auf, „einen kühlen Kopf zu bewahren“.

Der Angriff folgt auf einen russischen Drohnenangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew im Laufe der Nacht, bei dem nach Angaben des Kiewer Bürgermeisters Vitali Klitschko mindestens ein Mensch starb. Am Montag schon hatte russischer Beschuss mitten am Tag für Panik in der ukrainischen Hauptstadt gesorgt.

Ukraine-News: Kreml meldet Drohnenangriff auf Moskau

Update vom 30. Mai, 6.45 Uhr: Russlands Hauptstadt Moskau ist Bürgermeister Sergej Sobjanin zufolge von mehreren Drohnen angegriffen worden. „Infolge eines Drohnenangriffs sind heute am frühen Morgen einige Gebäude geringfügig beschädigt worden“, schrieb Sobjanin am Dienstag auf Telegram. Es sei niemand „ernsthaft verletzt“ worden. Zu den Hintergründen werde noch ermittelt. Hausbewohner seien in Sicherheit gebracht worden, Sicherheitskräfte seien im Einsatz.

Der Gouverneur der Region Moskau, Andrej Worobjow, erklärte, die Luftabwehr sei aktiv gewesen: „Im Anflug auf Moskau wurden einige Drohnen abgeschossen.“

Update vom 30. Mai, 6.30 Uhr: Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew erneut mit Drohnen angegriffen. Fragmente der von der Luftabwehr abgeschossenen Drohnen seien unter anderem in ein Wohnhaus gestürzt und hätten einen Zivilisten getötet. Eine ältere Frau sei in ein Krankenhaus gebracht worden, meldete die Staatsagentur Ukrinform am Dienstag unter Berufung auf die Stadtverwaltung und den Kiewer Bürgermeister Witali Klitschko. Der Wohnblock sei in Brand geraten. Die Sucharbeiten seien weiter im Gange, da möglicherweise noch Menschen unter den Trümmern eingeschlossen seien.

Weitere Fragmente abgeschossener feindlicher Drohnen seien in verschiedenen Bezirken abgestürzt und hätten unter anderem Autos beschädigt. Nach Angaben der Militärverwaltung wurden mehr als 20 Drohnen von der ukrainischen Luftabwehr im Kiewer Luftraum zerstört. Noch nie seit Beginn des russischen Angriffskrieges im Februar 2022 gab es in Kiew innerhalb eines Monats so viele Drohnen- und Raketenangriffe wie in diesem Mai.

Russland hatte die Ukraine bereits in den Tagen zuvor massiv mit Dutzenden Raketen und Marschflugkörpern angegriffen. Am Montag hatten russische Luftangriffe Kiew auch am helllichten Tag erschüttert. Bis dahin ereigneten sich die meisten Luftangriffe meist nachts oder in den frühen Morgenstunden. Nach Angaben des ukrainischen Militärs feuerte Russland bei den Angriffen auf Kiew insgesamt elf Raketen ab. In der Nacht zum Sonntag registrierte die Ukraine die Rekordzahl von 54 abgefeuerten Kamikaze-Drohnen. Es gab Tote und Verletzte – unter anderem in Kiew.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat unterdessen Recep Tayyip Erdogan zum Stichwahl-Sieg in der Türkei gratuliert – und lobende Worte für Erdogans Initiative rund um das Getreideabkommen gefunden.

Ukraine-Krieg: „Unzureichend“ – Lawrow kritisiert Getreideabkommen mit Kiew

Update vom 29. Mai, 17.00 Uhr: Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat die Umsetzung des gerade erst verlängerten Abkommens zum Export ukrainischen Getreides über das Schwarze Meer als unzureichend kritisiert. „Wenn alles so bleibt, wie es gerade ist (…), muss man davon ausgehen, dass es nicht länger funktioniert“, sagte Lawrow bei einem Besuch in der kenianischen Hauptstadt Nairobi der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Dagegen wirft die Ukraine immer wieder Russland vor, die Verschiffung ihres Getreides trotz des Abkommens zu behindern.

Lawrow beschwerte sich insbesondere über anhaltende Beschränkungen für russische Agrar- und Düngemittel-Exporte, deren Lockerung Moskau im Gegenzug für die Ausfuhr ukrainischen Getreides erwartet. Zudem fordert Moskau ein Ende der Sanktionen gegen seine staatliche Landwirtschaftsbank, um Zahlungen einfacher abwickeln zu können.

Angriffe gegen Kiew: Offenbar auch ballistische Raketen im Einsatz

Update vom 29. Mai, 14.35 Uhr: Bei der jüngsten schweren Angriffswelle auf Kiew hat Russland Angaben des ukrainischen Militärs zufolge insgesamt elf Raketen abgefeuert. „Gegen 11.30 Uhr wurde die Region Kiew mit ballistischen Raketen und Marschflugkörpern des bodengestützten Iskander-Systems angegriffen“, schrieb der Oberbefehlshaber der ukrainischen Armee, Walerij Saluschnyj, am Montag auf Telegram.

„Insgesamt wurden elf Raketen abgefeuert: Iskander-M und Iskander-K aus Richtung Norden.“ Alle Geschosse seien von der Luftverteidigung abgefangen worden. Russland hatte die ukrainische Hauptstadt zuerst in der Nacht zum Montag und nur wenige Stunden später auch am helllichten Tag mit Dutzenden Drohnen, Marschflugkörpern und Raketen beschossen. Noch nie seit Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022 gab es in Kiew innerhalb eines Monats so viele Drohnen- und Raketenangriffe wie in diesem Mai. (mit Agenturmaterial)

15 Tweets über deutsche Behörden, die erst noch genehmigt werden müssen

„Sie haben da eine Lücke im Lebenslauf.“ „Ja, da habe ich in Berlin einen Termin beim Bürgeramt gesucht.“

Bevor ich nach Berlin gezogen bin, war ich ziemlich verwöhnt, was Termine in Ämtern und Co. angeht. Ich habe einen Tag vorher angerufen und gefragt, ob ich zum Ausweis erneuern einfach vorbeikommen kann. Jetzt, wo ich in Berlin wohne, muss ich mindestens sechs Monate meiner Lebenszeit einplanen oder die Termine wie ein Adler beobachten. Das ist stressiger, als Tickets für BTS oder Beyoncé zu kaufen. Deutsche Bürokratie eben, die auch diese Tweets wunderbar darstellen:

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Und wenn wir schon bei typisch Deutschland sind: Hier sind 20 Tweets, die deutscher sind als um 22 Uhr keine Wäsche mehr anzustellen.

Lago Maggiore: Vertrauliche Geheimagenten-Papiere im versunkenen Hausboot? Ermittler wollen Wrack bergen

Lago Maggiore (Italien): Taucher versuchen das „Schiffswrack-007“ und seine Geheimnisse an die Oberfläche zu holen. Lago Maggiore (Italien): Taucher versuchen das „Schiffswrack-007“ und seine Geheimnisse an die Oberfläche zu holen. © IMAGO/Puricelli

Nach dem Unglück auf dem Lago Maggiore sind noch viele Fragen offen. Mitglieder des israelischen Geheimdienstes Mossad und auch italienische Agenten waren an Bord des Hausboots.

Sesto Calende – Taucher sind dabei, das Hausboot – in den italienischen Medien auch „Schiffswrack 007“ genannt – vom Grund des Lago Maggiore (Italien) zu bergen. Auf Fotos ist zu sehen, wie Carabinieri versuchen, mit Luftkissen das Wrack an die Wasseroberfläche zu bringen. Eine komplexe Operation, die laut der lokalen Presse, abgeschirmt auf dem Lago Maggiore stattfindet. Carabinieri bewachen den Zugang zum Yachthafen von Sesto Calende. Immer mehr Details sickern durch, feuern Spekulationen an.

Lago Maggiore (Italien): Taucher versuchen das „Schiffswrack-007“ und seine Geheimnisse an die Oberfläche zu holen. © IMAGO/Puricelli

Geheimagenten ertrinken bei Party im Lago Maggiore

Es klingt fast nach einer Szene aus einem Drehbuch für einen Spionage-Thriller: Geheimdienstagenten des israelischen Geheimdienstes Mossad und des italienischen Geheimdienstes treffen sich am Pfingstsonntag (28. Mai) auf einem Hausboot am Lago Maggiore, um Geburtstag zu feiern.

Dreizehn israelische Passagiere und acht Italiener waren neben dem Kapitän und seiner Partnerin (Russin) an Bord, berichtet die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Der Geburtstags-Ausflug auf dem Lago Maggiore endete in einer Tragödie. Hagel, Sturm und Regen überraschte die Gesellschaft. Ein Wirbelsturm brachte das Boot offenbar zum Kentern. In Sekunden ging das Schiff laut Augenzeugenberichten unter. Alle Passagiere landeten im eiskalten Wasser. Einige schwammen ans etwa 150 Meter entfernte Ufer, andere wurden von Booten aus dem See gezogen. Vier Menschen sterben bei dem Boots-Unglück.

Dieses von der italienischen Feuerwehr veröffentlichten Bild zeigt einen Hubschrauber bei der Suche nach Vermissten, nachdem ein Touristen-Boot in einem Sturm auf dem italienischen Lago Maggiore gekentert ist. © dpa

Hausboot kentert auf dem Lago Maggiore: Das ist über die Todesopfer bekannt

Unter den vier Todesopfern sind drei Geheimagenten: Ein ehemaliger hochrangiger Agent des israelischen Geheimdienstes Shimoni E. (54) sowie Claudio A. (62) und Tiziana B. (53), die beide für den italienischen Geheimdienst arbeiteten. „Die beiden Angestellten, die dem Nachrichtendienst angehören, nahmen an einem geselligen Treffen teil, das anlässlich des Geburtstags eines Mitglieds der Gruppe organisiert worden war“, teilten die italienischen Behörden mit. Auch die Partnerin des Kapitäns – eine 50-jährige Russin – starb bei dem Unglück.

Israelische Geheimagenten schnell ausgeflogen

Überlebende des Bootsunglücks seien schon am Montagmorgen in einem Militärflugzeug auf dem Weg nach Tel Aviv (Israel) gewesen, berichtet die italienische Zeitung La Repubblica. Die Italiener seien „hastig“ aus Notaufnahmen und Hotels evakuiert worden. Es sei ein Privatjet für offizielle und sensible Flüge gewesen, teilt die Agentur Ansa mit. Die Maschine sei in Israel gestartet und in Mailand gelandet, um die Israelis auszufliegen. „Wenn es sich bei dem Anlass um einen feierlichen Moment auf dem Boot handelte, kann nicht ausgeschlossen werden, dass es zuvor auch andere Arten von Treffen gegeben hat“, zitiert die Nachrichtenagentur eine Quelle.

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Lago-Maggiore: Vertrauliche Unterlagen mit Hausboot untergegangen?

Die Staatsanwaltschaft Busto Arsizio ermittelt offiziell gegen den Kapitän Claudio C. und Eigentümer des Hausboots. Dem 53-jährigen Italiener wird Schiffbruch und Totschlag vorgeworfen. Warum konnte die Goduria untergehen? Das „Wetter“ gilt derzeit als einer der Hauptursachen für das tödliche Unglück. Hatte der Kapitän unverzüglich auf das Unwetter reagiert, ist eine der Fragen im Rahmen der Ermittlungen. Doch es geht neben der Sicherheitsausrüstung, um technische Daten des 16-Meter-Boots, die maximale Tragbarkeit, oder ob am Rumpf Arbeiten vorgenommen wurden. Nach Medienberichten soll offiziell nur Platz für 15 Personen auf dem Schiff gewesen sein. Zum Zeitpunkt des Unglücks wäre das Hausboot (Baujahr 1982) komplett überladen gewesen. Schon das hätte unter normale Umständen Einfluss auf die Manövrierfähigkeit haben können – erst Recht bei stürmischen Wetter.

Das „Schiffswrack-007“ könnte wichtige Hinweise dazu liefern. Auch andere Geheimnisse könnten die Taucher mit dem Wrack ans Licht bringen. Wurden bei der Geburtstagsparty etwa vertrauliche Unterlagen ausgetauscht, die jetzt mit dem Hausboot in einer Tiefe von 16 Meter auf Grund liegen? Die Geheimdienst-Reisegruppe soll auf der Rückfahrt von der Isola dei Pescatori gewesen sein, bevor das Unwetter das Hausboot zum Kentern brachte. Die Bergung des Hausboots kann jedoch noch Tage dauern. Die ersten Versuche verliefen bisher erfolglos. (ml)

Österreich: Schauspieler Peter Simonischek (76) ist tot – erste Details zur möglichen Todesursache bekannt

Der Schauspieler Peter Simonischek ist vielen als Winfried in „Toni Erdmann“ bekannt. Nun ist er im Alter von 76 Jahren gestorben.

Update vom 31. Mai, 13.17 Uhr: Die traurige Nachricht kam für viele überraschend. Der österreichische Schauspieler Peter Simonischek ist tot. In der Nacht auf Dienstag ist der gebürtige Grazer im Kreise seiner Familie zu Hause in Wien (Österreich) verstorben, teilte das Wiener Burgtheater mit. Über die Todesursache ist offiziell zunächst nichts bekannt. Peter Simonischek soll offenbar an Krebs gestorben sein. Das berichten die Salzburger Nachrichten. In der Stadt Salzburg hängen demnach noch Plakate mit seinem Gesicht, die für einen kleinen Auftritt am 9. Juni werben. Das zu kommt es nun nicht mehr.

Seit einigen Monaten mehrten sich Gerüchte über eine mögliche Krebserkrankung, ist in österreichischen Medien zu lesen. Mitte 2022 solle der Krebs diagnostiziert worden sein, heißt es. Offenbar war die Krankheit schon weit fortgeschritten. Der Burgschauspieler präsentierte noch auf der Berlinale im Februar seinen Film „Der vermessene Mensch“. An Silvester stand er noch auf der Bühne der Wiener Staatsoper als Gefängniswärter Frosch in der „Fledermaus“ auf der Bühne. Nun trauert die Film- und Theaterwelt um eine Legende.

„Toni Erdmann“-Schauspieler und Filmliebling Peter Simonischek (76) ist tot

Erstmeldung vom 30. Mai 2023

Wien – Der Schauspieler Peter Simonischek ist in der Nacht vom 29. Mai auf den 30. Mai 2023 im Alter von 76 Jahren im Kreise seiner Familie verstorben. Das bestätigt das Wiener Burgtheater. Zuvor hatte der österreichische Standard über den Tod des österreichischen Schauspielers berichtet. Über die Todesursache ist zunächst nichts bekannt.

Simonischek gilt als einer der größten Schauspielstars des deutschsprachigen Raums. Der Burgtheaterstar brillierte auf der internationalen Bühne und ist Theaterliebhabern sowie dem TV-Publikum bekannt. Die Trauer um den Schauspieler ist groß.

„Toni Erdmann“-Star: Peter Simonischek ist tot

Peter Simonischek beim Der vermessene Mensch Photocall im Rahmen der 73. Internationale Filmfestspiele Berlinale am Der österreichische Schauspieler Peter Simonischek – hier auf einem Foto von der Berlinale 2023 – ist gestorben. © IMAGO

„Mit Peter Simonischek verliert das Burgtheater einen liebevollen, fürsorglichen Kollegen, einen Freund, einen Herzensmenschen, eine überragende Persönlichkeit. Einen Menschen, der Stellung bezog, der Interesse an den Themen der Zeit hatte und für seine Meinung eintrat“, schreibt das Burgtheater.

Peter Simonischek spielte den „Jedermann“ von 2002 bis 2009 bei den Salzburger Festspielen. Seit 1999 war er Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters. Zuvor war er 20 Jahre lang ab 1979 Ensemblemitglied der Berliner Schaubühne. Neben dem Theater machte der gebürtige Grazer auch im TV und Kino Karriere. In kleinen Rollen im „Tatort“, „Bella Bock“ und „Der Alte“ war Simonischek zu sehen.

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Die Tragikomödie „Toni Erdmann“ macht Peter Simonischek international bekannt. Mit einem schrägen Gebiss und schrägen Späßen treibt der Schauspieler als alternder Musiklehrer seine ehrgeizige Tochter (Sandra Hüller) in den Wahnsinn. „Toni Erdmann“ von Mare Ade wurde sogar 2017 zum Oscar nominiert. Simonischek erhielt als bester Darsteller für seine Rolle den Europäischen Filmpreis (2016) – als erster österreichischer Schauspieler. 

Zuletzt spielte Peter Simonischek im Historiendrama über die deutsche Kolonialgeschichte „Der vermessene Mensch“.

Peter Simonischek bewarb sich heimlich für ein Schauspielstudium

„Ich wollte Drachenfliegen, hab‘s aber nie versucht“, antwortete der Schauspieler in einem Interview zu seinem 75. Geburtstag mit der Kleinen Zeitung im Jahr 2021. Im Interview bedauerte er auch, den Hamlet nie gespielt zu haben. Am 6. August (2023) wäre der Schauspieler 77 Jahre alt geworden. Nun ist der Bühnen- und Filmliebling erstorben.

Peter Simonischek wuchs in Markt Hartmannsdorf auf und ging in St. Paul/Lavanttal ins Gymnasium. Sein Vater war Zahnarzt und wünschte sich auch für seinen Sohn ein Medizinstudium. Die Zahntechniker-Ausbildung brach Peter Simonischek jedoch ab, schmiss sein Architektur-Studium und bewarb sich heimlich für das Schauspielstudium an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Graz. Mit Blick zurück auf seine Karriere eine gute Entscheidung.

Erst vor einer Woche schied Tina Turner aus dem Leben. Die Rock-Ikone wurde 83 Jahre alt.