Ukrainische Gegenoffensive: Kiews Generalstabschef Saluschny räumt Abschuss von Leopards ein

Ukraine-Krieg: der ukrainische Topmilitär Walerij Saluschny im April 2022 in KiewWalerij Saluschny (Archivbild vom April 2022) © Ukraine Presidents Office/Zuma/Imago

Kiews Generalstabschef gibt zu, dass Russland einige Leopard-Panzer zerstört hat. Er beschwert sich über die westliche Haltung bei der Gegenoffensive. Der News-Ticker.

  • Westliche Panzer für die Ukraine: Generalstabschef der Ukraine gibt Zerstörung von Leopards zu
  • Ukraine fordert Kampfjets: Kritik am Westen wegen fehlender Lieferung gegen Russland
  • Die verarbeiteten Informationen, insbesondere zu Verlusten der beteiligten Armeen im Ukraine-Krieg, stammen teils von den Kriegsparteien aus Russland oder der Ukraine. Sie lassen sich deshalb nicht unabhängig überprüfen.

Kiew – Lange hat die Ukraine auf westliche Panzer und weitere gepanzerte Fahrzeuge gewartet. Rechtzeitig zum Beginn der großangelegten Gegenoffensive des ukrainischen Militärs wurde die Ausrüstung geliefert. Darunter auch Leopard-Panzer aus deutscher Herstellung. In den ersten Tagen der Offensive gegen Wladimir Putins Soldaten tauchten aber zunächst unbestätigte Aufnahmen auf, wie mehrere deutsche Leopards und amerikanische Bradley-Truppenträger zerstört wurden.

Westliche Panzer für die Ukraine: Ukrainischer Generalstab gibt Zerstörung von Leopards zu

In einem Interview mit der US-Zeitung The Washington Post hat der ukrainische Generalstabschef Walerij Saluschny nun eingeräumt, dass mehrere Leopards ausgeschaltet wurden. „Wir haben die Leopards nicht bekommen, um sie in Paraden zu nutzen oder damit Politiker sowie Prominente Fotos mit ihnen schießen können“, betonte er aber auch gegenüber der Zeitung und ergänzte: „Sie sind hier für den Krieg und ein Leopard auf dem Schlachtfeld ist kein Leopard, sondern ein Ziel.“

Saluschny beschwerte sich ferner über die westlichen Kommentare im Hintergrund der ukrainischen Gegenoffensive. „Es verärgert mich“, sagte der ukrainische Top-General mit Blick auf Aussagen aus dem Westen, dass die Offensive der Ukraine langsamer vorangehe als gedacht. Es handle sich nicht um eine „Show“, man bezahle jeden Meter Fortschritt mit Blut. Ohne eine volle Ausrüstung sei die Umsetzung der Pläne schwer, man schaffe es allerdings trotzdem: „Ja, vielleicht nicht so schnell, wie es die Beobachter gerne hätten, aber das ist ihr Problem.“

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Ukraine fordert Kampfjets: Kritik am Westen wegen fehlender Lieferung gegen Russland

Der ukrainische Generalstabschef kritisierte auch, dass man immer noch keine F-16-Kampfjets geliefert bekommen habe. Dabei würden westliche Partner selber keine Militäroperation ohne Lufthoheit starten. „Niemand sagt, dass wir morgen 120 Flugzeuge bekommen sollen“ so Saluschny. Eine begrenzte Zahl sei ausreichend, erklärte er. „Aber es ist nötig, weil der Feind nutzt eine andere Generation an Flugzeugen“, betonte der Top-General. (bb)

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